Seesterne – Asteroidea


Die Seesterne sind eine Klasse im Stamm der Stachelhäuter. Asteroidea umfassen etwa 1600 rezente Arten. Der wissenschaftliche Name ist aus dem griechischem abgeleitet und setzt sich aus astḗr „Stern“ und eídos „Form oder Gestalt“ zusammen.

Anatomie

Die Grundform des Körpers ist ein fünfarmiger Stern, wobei die Arme spitz zulaufen. In der Mitte ist die Körperscheibe. Allerdings gibt es viele abweichende Arten. So ist die Anzahl der Arme bei Sonnensternen altersabhängig, Arten der Gattung Heliaster haben über 40 Arme und in der Gattung Labidiaster sind es zwischen 25 und 40. Auch innerhalb einer Art kann es zu Variationen kommen. Wenn manchen Seesternen ein Arm abgebissen wird, wachsen zwei neue nach.

Außerdem gibt es Asteroidea mit extrem flachem Körper, während andere einem stachellosen Seeigel ähneln. Es kommt auch vor, dass der Bereich zwischen den Armen so ausgeprägt ist, wodurch der Körper ein Fünfeck bildet.

Die Größe der Seesterne reicht von einem Zentimeter bis über einen Meter. Im Durchschnitt sind es jedoch etwa 20cm.

Das Hautskelett der Seesterne besteht aus Kalkplatten, die gegeneinander verschiebbar sind. So behalten sie ihre Flexibilität.

Mittig, an der Unterseite der Körperscheibe befindet sich der Mund. Der After liegt seitlich, zwischen zwei Armen. Dieser ist jedoch nicht bei allen Arten vorhanden.

Ebenfalls an der Unterseite sind kleine Füßchen. Zur Fortbewegung streckt sich eine Gruppe von Füßen in die entsprechende Richtung aus, haftet sich fest und zieht sich dann wieder zusammen, womit der Körper nachgezogen wird. Das ist im folgenden Video sehr gut zu sehen.

Asteroidea besitzen keine Augen. Dafür haben sie Lichtsinneszellen, mit denen sie Veränderungen der Helligkeit wahrnehmen.

Lebensraum und Verbreitung

Seesterne leben ausschließlich im Meer, wobei sie in Tiefen bis 10000m nachgewiesen wurden. Sie leben bentisch, sind also Bodenbewohner. Dabei kommen Asteroidea sowohl auf felsigem, als auch sandigem oder schlammigem Grund, sowie in Korallenriffen, Seegraswiesen und Kelpwäldern vor.

Ihre Verbreitung reicht von den tropischen Gewässern bis zu den Polarzonen, wobei die größte Artenvielfalt in küstennähe zu finden ist.

Ernährung

In den gemäßigten Klimazonen leben die meisten Asteroidea räuberisch oder von Aas, in den tropischen Gebieten gibt es eher Algen-, Detritus- und Schlammfresser.

Räuber ernähren sich bevorzugt von langsamen oder sessilen Tieren. Die Palette möglicher Beute ist groß. Z.b. stehen Muscheln, Schnecken, Krebstiere, Vielborster, Seeanemonen, Korallen, Schwämme, Moostierchen und Seescheiden auf dem Speiseplan. Auch andere Stachelhäuter wie Seeigel, Schlangensterne, Seewalzen und auch Seesterne werden gefressen.

Manche Arten der Asteroidea können ihren Magen ausstülpen. Die Beute wird dann außerhalb des Körper vorverdaut. Wenn dies geschehen ist, wird der Magen samt Nahrungbrei wieder eingestülpt. Manche Seesterne sind auch in der Lage Beutetiere als ganzes zu verspeisen.

Fortpflanzung

Obwohl es Ausnahmen gibt, sind die meisten Arten der Seesterne getrenntgeschlechtlich und die Befruchtung findet extern, also im Freiwasser statt.

Nach der Befruchtung leben sie zunächst planktonisch. Nach zwei Larvenstadien findet eine Metamorphose zum juvenilen Seestern statt.

Auch eine ungeschlechtliche Fortpflanzung ist möglich. So kann ein abgetrennter Arm, bei manchen Arten, wieder zu einem vollständigen Seestern werden. Es gibt auch Arten der Asteroidea, die sich aktiv teilen können.

Arten der Seesterne auf den Kanaren

Quellen

http://nat-meer.geomar.de/

http://www.spektrum.de/

https://de.wikipedia.org/

https://en.wikipedia.org/