Seegurken – Holothuroidea


Die Seegurken, ebenfalls bekannt unter dem Namen Seewalzen, sind eine Klasse im Stamm der Stachelhäuter. Holothuroidea umfassen etwa 1200 Arten.

Anatomie

Die Seegurken haben eine längliche, zylindrische Körperform. Dabei sind Bauch und Rückenseite klar voneinander zu unterscheiden. Die fünfstrahlige Radiärsymmetrie der Stachelhäuter ist lediglich an den fünf Reihen der Ambulacralfüßchen zu erkennen. Am vorderen Ende haben sie eine Mundöffnung, die meistens von Tentakeln umgeben ist.

Die Größe verschiedener Arten schwankt zwischen 5mm und 2m.

Im Vergleich zu anderen Klassen der Stachelhäuter, haben Holothuroidea nur noch Skelettüberbleibsel. Sogenannte Kalzitnadeln (Sklerite). Anstelle des Skeletts haben sie einen Hautmuskelschlauch und eine dicke Schicht mutabilen Gewebes.

Eine Besonderheit der Seegurken ist der Besitzt einer Wasserlunge.

Lebensraum und Verbreitung

Seegurken leben ausschließlich im Meer, wobei sie in Tiefen bis zu 10000m zu finden sind. Neben den bodenbewohnenden Arten, gibt es auch pelagische. Sowohl unter spezialisierten Substratbewohnern als auch bei schwimmenden Arten findet man abgewandelte Körperformen.

Holothuroidea bewohnen sowohl die Polarregionen, als auch tropische Bereiche der Ozeane.

Ernährung

Unter den Seewalzen gibt es Substrat- und Planktonfresser. Substratfresser kriechen über den Boden und nehmen Sediment, samt organischem Material, auf. Unverdauliches wird ausgeschieden, während organisches Material, wie Detritus und Algen, verdaut werden.

Planktonfresser haben einen stärker ausgeprägten Tentakelkranz, um das Plankton besser zu filtern.

Fortpflanzung

Wie andere Stachelhäuter sind Seegurken getrenntgeschlechtlich. Populationen in einer Bucht geben gleichzeitig Ei- und Spermienzellen ins Wasser um die Chancen einer erfolgreichen Befruchtung zu erhöhen. Dazu richten sie sich mit dem vorderen Ende senkrecht auf.

Manche Arten brüten ihre Eier auch aus.

Neben der geschlechtlichen Fortpflanzung, sind Holothuroidea in der Lage sich ungeschlechtlich fortzupflanzen. Dies geschieht durch Teilung.

Interessante Fakten

In der Tiefsee (unter 9000m) stellen die Seegurken 90% der bodennahen Biomasse.

Manche Arten besitzen Cuviersche Schläuche. Sie werden bei Gefahr in Richtung des Angreifers gespritzt und bilden schleimige Fäden, die giftig sein können.

Es gibt Holothuroidea, die einen Teil ihrer Gedärme zur Ablenkung von Angreifern auswerfen können. Diese werden später einfach neu gebildet.

Arten der Seegurken auf den Kanaren

Quellen

https://de.wikipedia.org/

https://en.wikipedia.org/

http://www.spektrum.de/

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