Kugelfischverwandte – Tetraodontiformes


Fische der Kanaren – Kugelfischverwandte (Tetraodontiformes)

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Kugelfischverwandte sind eine Ordnung aus der Großgruppe der Knochenfische mit ungefähr 430 Arten.

Der veraltete deutsche Name Haftkiefer entstand aufgrund verschmolzener Kieferknochen, Zwischenkieferknochen und anderen Veränderungen des Schädels, die allen Arten gemein sind und ausschließlich in dieser Ordnung vorkommen.

Beim Tauchen auf den Kanaren finden wir Vertreter aus den Familien Drückerfische, Feilenfische, Kugelfische, Igelfische und Mondfische, obwohl letzteres viel Glück erfordert.

Merkmale

Äußere Anatomie

Kugelfischverwandte Arten haben fast ausschließlich einen gedrungenen, hohen, rautenförmigen, rundlichen oder eckigen und steifen Körper.

Zudem stehen sich Rücken und Afterflosse symmetrisch gegenüber und bilden bei den meisten Tetraodontiformes das Hauptantriebsorgan. Die Schwanzflosse dient lediglich zur Richtungsänderung. Eine Ausnahme bilden die Mondfische. Bei ihnen ist die Schwanzflosse nur im Larvenstadium vorhanden und wird nach vollendeter Metamorphose durch einen Flossensaum ersetzt.

Während Bauchflosse und Beckenknochen bei Kugelfischen, Igelfischen, Kofferfischen und Mondfischen fehlen, sind sie bei Hornfischen, Dreistachlern, Drückerfischen und Feilenfischen zu einem Flossenstachel umgewandelt. Bei Drückerfischen und Feilenfischen dient der Flossenstachel, um sich in verstecken zu verkeilen.

Die Afterflosse hat prinzipiell keine Stachelstrahlen.

Igelfische bewegen sich hauptsächlich durch wellenartige Bewegungen der breiten Brustflossen.

Ein weiteres Merkmal, dass alle Kugefischverwandten teilen, sind die kleinen, runden oder schlitzförmigen Kiemenöffnungen, die direkt am Ansatz der Brustflosse zu finden sind. Zudem resultiert die Enge der Kiemenöffnung aus dem Zusammenwachsen der Kiemenmembran mit der Rumpfhaut.

Tetraodontiformes haben im Vergleich zum Körper ein kleines Maul, dass mit wenigen Zähnen besetzt ist. Meist sind diese zu Zahnplatten verschmolzen.

Was die Beschuppung angeht, gibt es Unterschiede. So sind Drückerfische normal beschuppt, Kugelfische sind schuppenlos, bei Kofferfischen sind sie in große Platten umgewandelt und bei Igelfische und vielen Kugelfischen sind sie in aufrichtbare Stacheln umfunktioniert.

Innere Anatomie

Kugelfischverwandte haben unter den Fischen die geringste Anzahl an Wirbeln. Maximal sind es 30, meist aber unter 20. Kofferfische der Gattung Ostracion haben zum Beispiel nur 14 Wirbel.

Wie schon weiter oben erwähnt fehlen einigen der Familien die Beckenknochen. Diese wurde, zusammen mit den Bauchflossen, reduziert. Vielen Arten fehlen ebenfalls die Rippen.

Alle Arten der Kugelfischverwandten, mit Ausnahme der Mondfische, haben eine Schwimmblase. Deswegen ist das Skelett der Mondfische nur wenig verknöchert, um auf diese Weise Gewicht einzusparen.

Tetraodontiformes haben verschmolzene Kieferknochen und es fehlen das Scheitelbein (Parietale), das Nasenbein (Nasale), sowie Extrascapulare, Intercalare und Infraorbitale. Zudem ist das Seitenlinienorgan am Kopf nicht mehr vorhanden.

Interessante Fakten

Der Mondfisch (Mola mola) ist mit maximal 2,3 Tonnen der größte Vertreter der Kugelfischverwandten und der schwerste Knochenfisch überhaupt.

Während die Schwanzflosse bei den meisten Fischen als Antriebsorgan fungiert, sind es bei den Tetraodontiformes meistens die Brustflossen oder Rücken- und Afterflosse.

Manche Arten können durch das Knirschen ihrer Zähne oder eine vibrierende Schwimmblase Geräusche erzeugen.

Es gibt immerhin zwölf Arten die reine Süßwasserbewohner sind.

Kugelfischverwandte Arten auf den Kanaren

Quellen

www.wikipedia.org

www.spektrum.de