Ostatlantischer Trompetenfisch – Aulostomus strigosus


Der Ostatlantische Trompetenfisch ist eine Art aus der Ordnung der Seenadelartigen und gehört somit zur Reihe der Knochenfische.

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Ostatlantischer Trompetenfisch – Aulostomus strigosus

Beschreibung

Aulostomus strigosus hat einen sehr langgestreckten Körper mit einem ebenfalls langem Kopf. Auffällig ist seine Schwanzflosse, die an ein Zebra erinnert weil diese schwarz-weiß gestreift ist. Der Körper kann unterschiedliche Färbungen aufweisen. Der Ostatlantische Trompetenfisch ist nämlich in der Lage seine Farbe zu ändern und kann sogar Musterungen abbilden. Er wird maximal 75cm lang.

Lebensraum und Verbreitung

Der Ostatlantische Trompetenfisch lebt über felsigem Grund. Vor allem bei rauen Bedingungen findet man ihn in Torbögen, Canyons, unter Überhängen oder vor Höhleneingängen. Er bevorzugt aber allgemein felsige Riffe mit Versteckmöglichkeiten und ist dabei in Tiefen bis 70m anzutreffen.

Beim Tauchen auf den Kanaren ist er häufig auf La Palma, La Gomera und El Hierro zu sehen. Auf den größeren Inseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote kommt er nur stellenweise vor. Trotzdem gehört er zu den häufigsten Fischen auf den Kanaren.

Aulostomus strigosus Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Madeira, entlang der afrikanischen Küste, über die Kanarischen Inseln, Kap Verden, Saint Helena und Ascension, bis Namibia.

Lebensweise

Aulostomus strigosus lebt meistens solitär, soll aber auch paarweise auftreten. Man findet auch manchmal kleine Gruppen an bestimmten Stellen von denen ich aber jetzt nicht behaupten würde, dass sie dauerhaft zusammenleben, sondern lediglich den gleichen Standort mögen. Sie ernähren sich von Krebstieren und anderen kleinen Fischen.

Fortpflanzung

Der Ostatlantische Trompetenfisch vollführt zunächst einen Balztanz ehe das Weibchen seine Eier dem Männchen übergibt, damit dieses sie befruchten kann. Bis die Eier schlüpfen ist das Männchen für sie verantwortlich. Beim Balztanz kommt ebenfalls die Fähigkeit des Farbwechsels zum Einsatz.

Jagdverhalten

Aus eigener Beobachtung kenne ich zwei Jagdtechniken des Ostatlantischen Trompetenfisches.
Zum einen folgt er anderen Fischen, wie Makaronesen Zackenbarschen, und versteckt sich hinter ihnen bis zum richtigen Zeitpunkt. Hat er ein passendes Beutetier erspäht schießt er blitzschnell hervor und schnappt zu.
Zum anderen hängen sie sich senkrecht ins Freiwasser, mit der Schnauze nach unten und lassen sich in Schwärme kleinerer Fische fallen, um dann ebenfalls blitzschnell zuzuschlagen.
Einer seiner Fressfeinde ist der Gemeine Krake. Bei einem Nachttauchgang konnte ich mal beobachten wie ein Krake einen Ostatlantischen Trompetenfisch in der Mangel hatte.