Gervais-Zweizahnwal – Mesoplodon europaeus


Gervais-Zweizahnwal, auch bekannt als Europäischer Schnabelwal, gehört zur Familie der Schnabelwale und ist somit Teil der Ordnung der Wale (Cetacea). Mesoplodon europaeus wurde erstmals 1855 von Gervais beschrieben.

Beschreibung

Gervais-Zweizahnwal hat eine graue Färbung, wobei der Bauch etwas heller ist. Der Kopf ist recht klein und die Melone nur angedeutet.

Die Weibchen werden bis zu 5,20m lang, während Männchen nur 4,5m lang werden. Das maximale Gewicht von Mesoplodon europaeus liegt bei mindestens 1,2t.

Zudem haben sie nur zwei Zähne, welche sich im Unterkiefer befinden.

Lebensraum und Verbreitung

Cetacea range map Gervais Beaked Whale.png
Von Alessio Marrucci – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Gervais-Zweizahnwal hat zwar ebenfalls den umgangssprachlichen Namen Europäischer Schnabelwal, kommt jedoch vorwiegend an der Ostküste Amerikas vor. Die meisten Sichtungen gibt es von New York bis Texas, allerdings wird er auch öfter um verschiedene Karibische Inseln gesehen. Die südlichste Sichtung ist von Sao Paulo bekannt.

Im östlichen Atlantik sind sie von Irland bis Guinea-Bissau verbreitet. Zudem gab es Strandungen auf Ascencion. Es gibt nur eine Meldung, dass die Art ins Mittelmeer geschwommen ist.

Es wird spekuliert, dass die südliche Verbreitung bis Angola und Uruguay reicht.

Auf jeden Fall bevorzugt er die tropischen und subtropischen Zonen des Atlantiks.

Beim Tauchen auf den Kanaren ist es so gut wie ausgeschlossen, dass man sie beobachtet. Bei Whale Watching Touren muss man ebenfalls viel Glück haben, da Sichtungen der Art sehr selten sind.

Lebensweise

Mesoplodon europaeus lebt pelagisch in Paaren oder kleinen Gruppen. Durch Narben auf Rücken und Flanken der Männchen, schließt man auf Rivalenkämpfe.

Gervais-Zweizahnwal ernährt sich, ebenso wie die meisten anderen Wale, bevorzugt von Kopffüßern.

Bei einer Sichtung in Teneriffa, im Jahr 1998, wurden 3 Europäische Schnabelwale beobachtet, die in 1500m tiefem Wasser schwammen. Bei einer anderen Sichtung, im Süden Gran Canarias, blieb die Gruppe nur kurz an der Oberfläche und tauchte etwa eine Stunde lang ab.

Quellen

http://www.marinespecies.org/

https://de.wikipedia.org/

https://en.wikipedia.org/

http://animaldiversity.org/

http://www.iucnredlist.org/