Brauner Zackenbarsch – Epinephelus marginatus


Der Braune Zackenbarsch ist Teil der Ordnung der Barschartigen und gehört somit zur Reihe der Knochenfische. Der Bestand ist durch Überfischung bedroht und wird von der IUCN als stark gefährdet eingestuft.

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Brauner Zackenbarsch – Epinephelus marginatus

Beschreibung

Braune Zackenbarsche haben einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper mit Maul, das bis hinter die Augen reicht. Außerdem überragt der Unterkiefer den Oberkiefer. Der Rücken und die Seiten sind braun bis violett gefärbt, mit gelber oder weißer Marmorierung. Der Bauch ist ebenfalls gelblich.

Sie werden bis zu 150cm lang und über 60kg schwer.
Ihren Namen haben sie vom gezackten Rand ihres Kiemendeckels.

Lebensraum und Verbreitung

Man findet Braune Zackenbarsche vor allem über felsigen Riffen mit vielen Versteckmöglichkeiten, wie Höhlen und Spalten bis in 200m Tiefe.

Beim Tauchen auf den Kanaren kann man ihn häufig beobachten. Die großen Exemplare sieht man jedoch eher auf Lanzarote, Fuerteventura und El Hierro. Weiterhin findet man ihn im östlichen Atlantik bis zur Südspitze Afrikas, im Mittelmeer und im westliche Atlantik an den Küsten Brasiliens, Argentiniens und Uruguay und im westlichen Indischen Ozean.

Lebensweise

Braune Zackenbarsche sind solitär lebende Fische. Sie sind standorttreu und bilden Reviere. Während ältere Exemplare sich eher tiefer um die 30m aufhalten, findet man Jungfische näher an der Küste.
Ihre Ernährung besteht aus kleinen Fischen, Krebstieren, Kopffüßern und anderen Weichtieren.
Außerdem erreichen die Tiere ein Alter von über 60 Jahren.

Fortpflanzung

Sie sind protogyne Zwitter. Das heißt, aus einem zunächst weiblichen Tier wird ab einer Größe von maximal 80cm oder im Alter von etwa 12-17 Jahren ein männliches Tier. Erstmals geschlechtsreif sind sie mit etwa 5 Jahren. Im Nordostatlantik laicht der Braune Zackenbarsch von März bis Juni. Dabei kommen kleine Gruppen Brauner Zackenbarsche zusammen. Der Laich wird ins Freiwasser abgegeben und die Eier treiben dementsprechend pelagisch mit der Strömung bis sie schlüpfen.